Alt-Right-Bewegung und Ko.
Amerikas Rechte enttäuscht von Trump.
Als er noch versprach, alles anders zu machen als seine Vorgänger, konnten die Rechten in Amerika gar nicht genug von Donald Trump bekommen. „Daddy“, wie er ihn nannte, werde radikal mit allen innen- und außenpolitischen Konventionen brechen, schwärmte der rechte Blogger und frühere Star-Autor bei der rechtsnationalen Seite Breitbart, Milo Yiannopolous, noch kurz vor der Wahl bei einem Auftritt in Columbus. Ohio. Trump werde in Amerika „neue Tugenden“ etablieren und sei der „wundervollste Präsidentschaftskandidat, den es je gegeben hat“.
Doch von dieser Euphorie ist nach hundert Tagen Präsidentschaft kaum noch etwas geblieben. Im Gegenteil: Die extreme Rechte in Amerika ist nicht nur verärgert über Donald Trump, sie ist stinksauer. Mit seinen abrupten Volten, vor allem in der Außenpolitik, hat er ihre Hoffnung, in seiner Präsidentschaft werde es vor allem um das Wohl der wütenden weißen Männer im amerikanischen Kernland gehen, binnen weniger Wochen zerschlagen.
Quelle: Frankfurter Allgemeine


